
In Münster gibt es 600 bestätigte Omikron-Fälle. Die Zahl liegt im NRW-Vergleich weit über dem Durchschnitt. Münsters Corona-Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer hält es für nicht unwahrscheinlich, dass Omikron diese stark Entwicklung beschleunigt hat. Und offenbar ist dieser dramatisch Anstieg auch noch nicht zu Ende.
Weihnachten und Silvester als Ursache
Für die dramatische Entwicklung der Inzidenz gibt es wohl mehrere Erklärungen. Laut Wolfgang Heuer gibt es keine Hotspots, die als Ursache gelten. Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren stecken sich gerade an, so Heuer. Dazu zählen auch viele Studierende. Viele von ihnen waren an den Feiertagen quer durch Deutschland unterwegs, es gab zudem zahlreiche Urlaubsreisen ins Ausland wie zum Beispiel Skiurlaube.
Situation auf Intensivstationen stabil
Schon seit Weihnachten steigt die Corona-Inzidenz in Münster rasant an. Im Gegensatz übrigens zum restlichen Bundesland NRW, wo die Zahlen im selben Zeitraum gesunken sind. Die Situation auf den Intensivstationen der Krankenhäuser bleibt zunächst stabil. Dort liegen aktuell 14 Corona-Patient:innen. Münster galt bisher als Vorzeigestadt in Sachen Corona.
Die Zahlen vom Montag (03.01.)
- Registrierte Neuinfektionen: 127
- Aktuell infizierte Münsteranerinnen und Münsteraner: 1.566
- Gesamtzahl aller labordiagnostisch bestätigten Fälle: 15.440
- Gesamtzahl aller genesenen Patienten: 13.735
- An/mit Corona gestorbene Personen: 139
- Erstgemeldete Inzidenz laut RKI: 315,7
- Covid-Patientinnen und -Patienten in münsterschen Krankenhäusern: 34,
- davon auf Intensivstation: 14, davon beatmet: 8