
50 Jahre Gebietsreform
Zum 50. Jahrestag der Gebietsreform am 01. Januar kommenden Jahres sucht der Münsterland eV Kunstprojekte. Es geht um die Veränderungen, die das Münsterland bis heute prägen und die vielen in mehr oder weniger guter Erinnerung geblieben sind.
Veröffentlicht: Montag, 25.03.2024 13:49
Wie in der gesamten Bundesrepublik werden bis zum 01. Januar 1975 zahlreiche Grenzen von Kommunen und Landkreisen verschoben. Manche kleine Stadt wird von einer größeren eingemeindet, Ortsschilder werden ausgetauscht, Lebensbereiche ändern sich von heute auf morgen. Die Gebietsreform, eigentlich ein Verwaltungsakt, gräbt sich tief in das kulturelle Selbstverständnis der Region ein.
Neuordnung im Münsterland
Aus den Kreisen Steinfurt und Tecklenburg wird der Kreis Steinfurt, Borghorst und Bugsteinfurt werden als Steinfurt zusammengefasst, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Münster wird um die Umlandgemeinden Albachten, Amelsbüren, Angelmodde, Handorf, Hiltrup, Nienberge, Roxel, Sankt Mauritz und Wolbeck erweitert.
Eine Jahrhundertreform
Die Gebietsreform der 1960er- und 1970er-Jahre war die größte Umstrukturierung der Verwaltung und der Gebiete der Städte und Gemeinden in NRW und ihrer historisch gewachsenen Strukturen und Grenzen. Der Gedanke dabei war, größere Strukturen zu schaffen, um die Verwaltungskraft der Kreise und Gemeinden zu stärken. NRW-weit wurde dazu bis 1975 die Zahl der Gemeinden in mehreren Etappen von 2.365 auf 396 reduziert. Das Gesetz dazu trat am 1. Januar 1975 in Kraft. Bis dahin hatte es neben Zustimmung auch viel Protest gegeben.
Kunstprojekte zum Jahrestag gesucht
„Schilderwechsel – 50 Jahre Gebietsreform im Münsterland“ ist der Rahmen für viele künstlerische Einzelprojekte, die der Münsterland eV sucht. Denkbar sind Projekte aller Sparten (z. B. Literatur, Film, Theater, Bildende Kunst, Performance, Medienkunst), die sich künstlerisch mit der Gebietsreform im Münsterland auseinandersetzen.
Projektzeitraum
Das Projekt gliedert sich in folgende Phasen:
• 1. Projektphase: Recherche, Vorbereitung | 1. Oktober bis 31. Dezember 2024
• 2. Projektphase: Umsetzung | zwischen 1. Januar und 30. April 2025
• 3. Projektphase: gemeinsame Präsentationswoche | 7. bis 11. Mai 2025 (verpflichtende Anwesenheit).
Pro Projekt stehen zwischen 4000 und 12 000 Euro zur Verfügung.