
25 Jahre Klinikclowns: Mit roter Nase durchs Mathias-Spital
Rote Nasen, bunte Koffer und ein Gespür für den Moment: Seit 25 Jahren sind die Klinikclowns im Kreis Steinfurt in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Hospizen und auf Palliativstationen unterwegs, meist zu zweit. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, wird daraus ein besonderer Tag - neun Klinikclowns sind dann im Mathias-Spital in Rheine auf zahlreichen Stationen zu Gast, bewusst nicht nur auf den Kinderstationen, sondern auch auf Erwachsenenstationen. Der Anlass ist ein doppeltes Jubiläum: 25 Jahre Klinikclowns und 175 Jahre Mathias-Spital. Das Motto des Tages: „Geburtstagskind schenkt Geburtstagskind einen Clown“.
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Spenden statt Krankenkassen
Bezahlt wird diese Arbeit nicht von den Krankenkassen, sondern von der Bevölkerung. „Wir sind tatsächlich ein gemeinnütziger Verein und unsere Arbeit wird finanziert durch Spenden der Bevölkerung“, sagt die Vorsitzende Olinda Marinho e Campos, die als Clownin „Mimi“ selbst regelmäßig auf Stationen unterwegs ist. Bis zu 60.000 Euro Kosten kommen im Jahr zusammen, und das sei, so Mimi, „schon auch spannend, das zusammenzukriegen“. Am Geld gespart wird trotzdem nicht am falschen Ende: „Wir kaufen uns da aber nichts Schickes von, denn all das Geld wird wirklich in die Arbeit gesteckt.“ Weil das allein nicht zu schaffen ist, teilen sich die Clowns die Kosten mit den Häusern - die übernehmen die Hälfte.
Was von einem solchen Besuch bleibt, lässt sich nicht in Zahlen messen. „Man konnte was verändern, man konnte was Positives geben oder auch nur mithelfen zu tragen“, beschreibt Mimi den Moment, in dem aus einem Einsatz mehr wird als ein Auftritt. „Bei schweren Dingen kann man nicht verändern, was positiv ist, sind keine Zauberer, aber man kann mithelfen zu tragen. Du musst da nicht alleine durch. Und auch wenn wir nur kurz da sind, aber wir helfen mit.“ Genau darum geht es auch am 29. Oktober 2026 im Mathias-Spital - nicht um Ablenkung um jeden Preis, sondern um ein Stück Begleitung.