
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert im Kreis Steinfurt einen Mindestlohn von 15 Euro. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten sieht die Gewerkschaft dringenden Handlungsbedarf. Ein höherer Mindestlohn würde die Kaufkraft um 30,7 Millionen Euro steigern und rund 45.500 Menschen im Kreis Steinfurt profitieren lassen. Die NGG fordert, dass die Mindestlohnkommission bei ihrer Sitzung am 30. Juni 2025 handelt.
Kaufkraft und soziale Gerechtigkeit
Dem Mindestlohn-Monitor des Pestel-Instituts zufolge verdienen derzeit rund 14.800 Menschen im Kreis Steinfurt den aktuellen Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde. Die NGG Münsterland fordert eine deutliche Erhöhung, um den steigenden Lebenshaltungskosten gerecht zu werden. Helge Adolphs, Geschäftsführer der NGG Münsterland, betont die Notwendigkeit einer schnellen Anhebung auf 15 Euro, um die Kaufkraft zu stärken und soziale Gerechtigkeit zu fördern.
Wirtschaftliche Vorteile eines höheren Mindestlohns
Ein Mindestlohn von 15 Euro würde nicht nur die Lebensqualität der Beschäftigten verbessern, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken. Das Pestel-Institut berechnet, dass die Kaufkraft im Kreis Steinfurt um 30,7 Millionen Euro pro Jahr steigen würde. Dies würde den Konsum ankurbeln und die lokale Wirtschaft unterstützen. Die NGG fordert die Mindestlohnkommission auf, bei ihrer Sitzung Ende Juni 2025 entscheidende Schritte zu unternehmen.