Patrick Rickert
Am Wochenende
 

Prozess um Tod in der Badewanne



Foto: pxhere.com

 

Der Fall in Neubeckum im Kreis Warendorf hatte bundesweit Aufsehen erregt: Die stark übergewichtige 48-Jährige war im Juni gestürzt und kam ohne Hilfe nicht raus aus der Badewanne. Seit Anfang Dezember muss ihr Partner – ein 59-jähriger Neubeckumer– sich vor dem Landgericht Münster verantworten. Die Anklage lautet auf „Aussetzung mit Todesfolge“. Das heißt, dem Mann wird vorgeworfen, dass er keine Hilfe geholt hat: Die Frau war nach etwa 10 Tagen in der Wanne an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Erst danach soll der Mann einen Notruf abgesetzt haben. Er sagt, seine Partnerin habe keine  Hilfe gewollt. Im Laufe des Verfahrens kam unter anderem heraus, dass der Frau ein Handy zur Verfügung stand. Sie könnte also selbst noch in der Lage gewesen sein, die 112 zu wählen. Den Mann hält ein Gutachter für vermindert schuldfähig.








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Prozess um Tod in der Badewanne



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Der Fall in Neubeckum im Kreis Warendorf hatte bundesweit Aufsehen erregt: Die stark übergewichtige 48-Jährige war im Juni gestürzt und kam ohne Hilfe nicht raus aus der Badewanne. Seit Anfang Dezember muss ihr Partner – ein 59-jähriger Neubeckumer– sich vor dem Landgericht Münster verantworten. Die Anklage lautet auf „Aussetzung mit Todesfolge“. Das heißt, dem Mann wird vorgeworfen, dass er keine Hilfe geholt hat: Die Frau war nach etwa 10 Tagen in der Wanne an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Erst danach soll der Mann einen Notruf abgesetzt haben. Er sagt, seine Partnerin habe keine  Hilfe gewollt. Im Laufe des Verfahrens kam unter anderem heraus, dass der Frau ein Handy zur Verfügung stand. Sie könnte also selbst noch in der Lage gewesen sein, die 112 zu wählen. Den Mann hält ein Gutachter für vermindert schuldfähig.