Carsten Uhl
Am Nachmittag
 

Forensische Psychiatrie in Hörstel



© Hans Blossey

 

Die Zahl von Straftätern, die aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung nicht in einer „normalen“ Justizvollzugsanstalt ihre Gefängnisstrafe verbüßen, sondern in einer sogenannten Forensik, ist in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark gestiegen. Deshalb baut das Land  Nordrhein-Westfalen fünf neue forensische Kliniken mit jeweils 150 Plätzen und zwar in den Landgerichtsbezirken Münster, Dortmund, Essen, Bonn und Wuppertal.

 

Bereits Anfang des Jahrtausends fiel die Wahl im Landgerichtsbezirk Münster auf die Stadt Hörstel mit ihrem ehemaligen NATO-Flugplatz in Hopsten-Dreierwalde. Jetzt fast zwei Jahrzehnte später soll noch im Herbst 2018 die Start- und Landebahn abgebrochen werden. Der Baubeginn der Forensik mit 150 Patientenplätzen soll im Frühjahr 2019 erfolgen. Der Erstbezug ist für Ende 2020/Anfang 2021 geplant. Dieses sensible Projekt stieß naturgemäß auf Widerstand vor allem bei der ortsansässigen Bevölkerung.

 

Der ein oder andere klagte – ohne Erfolg. Das Land als Bauherr und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) waren von vorneherein um Transparenz bemüht und rief einen Planungsbeirat Hörstel ins Leben in dem sich 24 Menschen aus Hörstel und Umgebung engagieren. Sie sind das Bindeglied zwischen der Öffentlichkeit, dem Land als Bauherren und dem LWL als künftigem Träger der geplanten Klinik.

 

Auf einer Fläche von etwa sechs Hektar werden zwei miteinander verbundene dreistöckige Patientengebäude errichtet. Nördlich davon befindet sich der geplante Reha-Bereich mit einer Turnhalle – beide Gebäude werden zusätzlich von einem Sicherheitszaun vom übrigen Teil des Klinikgeländes abgegrenzt sein. Der einzige Zu- und Ausgang der Klinik ist im Norden über die sogenannte Pforte vorgesehen. Westlich davon liegen das Verwaltungsgebäude, ein Gebäude für die Arbeits- und Beschäftigungstherapie sowie ein Gewächshaus. Auch ist am südlichen Ende des Geländes ein Sportfeld vorgesehen.

 

Die 150 Patienten werden auf sechs Stationen mit jeweils drei Wohngruppen in Einzelzimmern untergebracht. Für Krisenfälle werden außerdem „reizarme“ Spezialräume eingerichtet. Es ist auch ein kleines Außengehege für die bereits in der LWL-Klinik Rheine erfolgreich angewandte Tiertherapie vorgesehen. In einem sogenannten Multifunktionsraum wird eine Caféteria eingerichtet. Dieser Raum wird später auch für interne Veranstaltungen und die Sitzungen des Klinikbeirates genutzt. Näheres unter www.lwl-forensik-hoerstel.de.









Webchannels
Tier-SOS
facebook Instagram WhatsApp Twitter

Forensische Psychiatrie in Hörstel



© Hans Blossey

 

Die Zahl von Straftätern, die aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung nicht in einer „normalen“ Justizvollzugsanstalt ihre Gefängnisstrafe verbüßen, sondern in einer sogenannten Forensik, ist in den vergangenen Jahrzehnten sehr stark gestiegen. Deshalb baut das Land  Nordrhein-Westfalen fünf neue forensische Kliniken mit jeweils 150 Plätzen und zwar in den Landgerichtsbezirken Münster, Dortmund, Essen, Bonn und Wuppertal.

 

Bereits Anfang des Jahrtausends fiel die Wahl im Landgerichtsbezirk Münster auf die Stadt Hörstel mit ihrem ehemaligen NATO-Flugplatz in Hopsten-Dreierwalde. Jetzt fast zwei Jahrzehnte später soll noch im Herbst 2018 die Start- und Landebahn abgebrochen werden. Der Baubeginn der Forensik mit 150 Patientenplätzen soll im Frühjahr 2019 erfolgen. Der Erstbezug ist für Ende 2020/Anfang 2021 geplant. Dieses sensible Projekt stieß naturgemäß auf Widerstand vor allem bei der ortsansässigen Bevölkerung.

 

Der ein oder andere klagte – ohne Erfolg. Das Land als Bauherr und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) waren von vorneherein um Transparenz bemüht und rief einen Planungsbeirat Hörstel ins Leben in dem sich 24 Menschen aus Hörstel und Umgebung engagieren. Sie sind das Bindeglied zwischen der Öffentlichkeit, dem Land als Bauherren und dem LWL als künftigem Träger der geplanten Klinik.

 

Auf einer Fläche von etwa sechs Hektar werden zwei miteinander verbundene dreistöckige Patientengebäude errichtet. Nördlich davon befindet sich der geplante Reha-Bereich mit einer Turnhalle – beide Gebäude werden zusätzlich von einem Sicherheitszaun vom übrigen Teil des Klinikgeländes abgegrenzt sein. Der einzige Zu- und Ausgang der Klinik ist im Norden über die sogenannte Pforte vorgesehen. Westlich davon liegen das Verwaltungsgebäude, ein Gebäude für die Arbeits- und Beschäftigungstherapie sowie ein Gewächshaus. Auch ist am südlichen Ende des Geländes ein Sportfeld vorgesehen.

 

Die 150 Patienten werden auf sechs Stationen mit jeweils drei Wohngruppen in Einzelzimmern untergebracht. Für Krisenfälle werden außerdem „reizarme“ Spezialräume eingerichtet. Es ist auch ein kleines Außengehege für die bereits in der LWL-Klinik Rheine erfolgreich angewandte Tiertherapie vorgesehen. In einem sogenannten Multifunktionsraum wird eine Caféteria eingerichtet. Dieser Raum wird später auch für interne Veranstaltungen und die Sitzungen des Klinikbeirates genutzt. Näheres unter www.lwl-forensik-hoerstel.de.